Gefahrengutspezialisten

 

Die Stadtfeuerwehren Eisenstadt und Pinkafeld sind die jeweiligen Standorte der Gefährliche Stoffe Züge Nord bzw. Süd. und werden bei G3- Einsätze wie Tankwagen- oder Kesselwaggonunfällen, bei denen größere Mengen Schadstoff austreten, alarmiert. Die Alarmstufen G0 und G1 decken die jeweiligen Ortsfeuerwehren ab, bei Alarmstufe G2 werden die jeweiligen Bezirksstützpunkte gerufen.

Der Gefährliche Stoffe Zug Süd ist in Pinkafeld stationiert und ist für das gesamte Südburgenland und Teile des mittleren Burgenlands zuständig. Um diese herausfordernde Aufgabe bewältigen zu können, stehen den Gefährliche Stoffe Zügen je ein GSF (Gefährliche Stoffe Fahrzeug) und ein KSF (Körperschutzfahrzeug) zur Verfügung.

 

Einsatzgebiet:                                                                    Ausrüstung (Dekoplatz):  

 

 

 

 

Der GS-Zug Süd umfasst etwa 60 ausgebildete GS-Spezialisten aus den Feuerwehren Pinkafeld, Bernstein, Grafenschachen, Markt Allhau, Neustift und Riedlingsdorf. Im Ernstfall stehen etwa 45 CSA-Träger zur Verfügung. Alarmiert werden kann der GS-Zug mittels Rufempfänger und einer eigenen SMS-Alarmgruppe über die FAZ und LSZ.

Kommandant des Gefährliche Stoffe Zugs SÜD ist HBI DI Martin Ulreich.

 

Folgende Fahrzeuge bilden den GS-Zug SÜD:

  1. ELF (Einsatzleitfahrzeug mit Gefahrgutdatenbanken, Wetterstation, Kommunikations- und Führungsmittel)
  2. GSF (Gefährliche Stoffe Fahrzeug mit Geräten zum Auffangen und Abdichten, verschiedene Pumpen, Messgeräte)
  3. KSF (Körperschutzfahrzeug mit Atemschutzgeräten, Schutzanzügen und Deko-Platz für atomare, biologische und chemische Stoffe)
  4. ULF (Universallöschfahrzeug mit 4000 l Wasser, 300 l Schaummittel, 300 l AFFF-Schaum, 150 kg Pulver)
  5. SRF (Schweres Rüstfahrzeug mit technischem Gerät und 23 to Kran)
  6. weitere Fahrzeuge nach Bedarf

 

Die Spezialistenaus- und weiterbildung erfolgt durch Chemie- und Technikexperten in theoretischen und praktischen Übungseinheiten sowie durch Spezialseminare an der Landesfeuerwehrschule. Neben den Grundlagen im Gefährliche Stoffe Einsatz (GAMS- und 3A-Regel, rechtliche Fragen)  liegt der Fokus der Ausbildung auf das Anlegen und Arbeiten mit Schutzanzügen, GSF- und Gerätekunde, Abdichten und Auffangen, Tankwagenkunde, Chemikalien und deren Eigenschaften, Messtechnik und Dekontamination. In einer weiteren Sonderausbildung werden Einsatztaktik und Einsatzleitung sowie das Arbeiten mit dem ELF (Einsatzleitfahrzeug) bei GS-Einsätzen gelehrt. Quartalsmäßige Zugs-Übungen sowie Großübungen bei Industrie- und Gewerbebetriebe und den zahlreichen Thermen und Freibädern im Südburgenland, bei denen die lokalen Wehren gemäß Alarmierungsordnung G1 und G2 miteinbezogen werden, schaffen weiteres praktisches Wissen und vertiefen die Kenntnisse im Einsatzablauf.

 

Die Deko-Gruppe der GS-Spezialisten unterstützt mit dem Körperschutzfahrzeug zudem den Strahlenschutzzug und ist für die Dekontamination bei Einsätzen mit atomaren Stoffen zuständig.

 

     

 

 

        Video von einer Einsatzübung