18.12.2015 Das brandneue Körperschutzfahrzeug ist da! (Info)

Mit der Segnung und Übergabe der beiden Körperschutzfahrzeuge an die Feuerwehren Eisenstadt und Pinkafeld am 17. Dezember 2015 im Landesfeuerwehrkommando Burgenland stehen den beiden Feuerwehren ab sofort zwei neue Spezialfahrzeuge für Schadstoffeinsätze zur Verfügung.

 Die Einsatzfahrzeuge sind mit verschiedensten Ausrüstungsgegenständen für die Personendekontamination, mit Atemschutzgeräten und diversen Messgeräten, mit Schutzanzügen der Kategorie 3 (Chemikalienschutzanzüge) u.v.a.m. ausgerüstet. Die beiden Körperschutzfahrzeuge ersetzen die in den Jahren 1989 und 1990 angekauften Körperschutzfahrzeuge. Jedes der neuen KSF repräsentiert einen Wert von  rund Euro 370.000,-. Die Finanzierung erfolge zu 100% über das Land Burgenland.

In seiner einleitenden Rede stellte Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Alois Kögl den Sonderdienst „Schadstoffeinsatz“ vor: „Der Schadstoffeinsatz ist eine zunehmende Herausforderung der Gegenwart und auch der Zukunft. Bei vielen Einsätzen erledigt das die erstausrückende Feuerwehr alleine – denken wir hier nur an den Austritt von Kühlmitteln, Ölen, Treibstoffen, Heizölen udgl. Bei größeren Einsätzen kommen die Stützpunktfeuerwehren zu Hilfe. Das erarbeitete Konzept umfasst die neuen Einsatzfahrzeuge, die Spezialgeräte und –ausrüstung. Damit verbunden ein angemessenes Strahlenschutzkonzept, die Stationierung der Einsatzfahrzeuge, das Zusammenspiel einiger Feuerwehren mit Einsatzkräften und die Ausbildung dieser Einsatzkräfte. Zur Bewältigung dieser Einsätze wurde im Landesfeuerwehrverband Burgenland der Sonderdienst „Schadstoffeinsatz“ mit dem Stützpunkt Nord – die Feuerwehr Eisenstadt und der Stützpunkt Süd – die Feuerwehr Pinkafeld etabliert. Für die  Bewältigung dieser Einsätze stehen den beiden Feuerwehren je ein „Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug“ und je ein „Körperschutzfahrzeug“ zur Verfügung. Altersbedingt und den zukünftigen Einsatzanforderungen gerecht, müssen diese Fahrzeuge nunmehr ausgetauscht werden.

Vorausschauend wurden schon im Februar 2011 die betroffenen Sachgebiete beauftragt das Schadstoffkonzept zu überarbeiten. Fachreferent Günter Pock, Sachgebietsleiter ABI Ing. Braunstein, Sachgebietsleiter BR Ing. Klemenschitz, OBR Ing. Mag. Bader, Fachreferent LBDS Hans Hatzl, Sachgebietsleiter HBI Kopinits sowie Vertreter der Stützpunktfeuerwehren Eisenstadt und Pinkafeld und sämtliche Sachgebietsmitglieder begannen mit ihren Tätigkeiten. In unzähligen Besprechungen wurden die neuen Fahrzeuge und die damit verbundene Ausstattung und Ausrüstung geplant. Bei der nachfolgenden  Ausschreibung der Fahrzeuge ging die Fa. Magirus Lohr GmbH aus Kainbach bei Graz als Bestbieter hervor. Beide KSF konnten danach vom Amt der Bgld. Landesregierung am 22. Juli 2014 im Gesamtwert von EUR 736.500,-- in Auftrag gegeben werden.

Nach einer dreitägigen Abnahmeprüfung im Werk und im Landesfeuerwehrkommando Burgenland – die Einhaltung der einschlägigen Baurichtlinien, die technische Ausführung sowie Funktionalität und Vollzähligkeit der Beladung wurden geprüft – wurden die neuen Körperschutzfahrzeuge am 17. Dezember 2015 von Landesfeuerwehrkurat Mag. Martin Schlor und Landesfeuerwehrkurat Dechant Harald Schremser gesegnet. Danach übergaben LH-Stv. Feuerwehrreferent Johann Tschürtz, Landesrätin Verena Dunst und Landesfeuerwehrkommandant Ing. Kögl die beiden neuen Körperschutzfahrzeuge den Stützpunktfeuerwehren Eisenstadt und Pinkafeld.

Das Alte und das Neue Körperschutzfahrzeug nebeneinander.

 

Die Abnahme der beiden neuen Fahrzeuge im Landesfeuerwehrkommando Eisenstadt.

 

Der Laderaum ist mit sieben fahrbaren Gerätecontainern ausgestattet.

 

Die Segnung und Übergabe der beiden neuen Fahrzeuge.

 

Auch Bürgermeister Kurt Maczek begutachtete das neue Fahrzeug.

 

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