27.08.2014 Gruppenübung der 2. Gruppe (Übung)

Am Abend des 27.08.2014 fand  eine Gruppenübung der 2. Gruppe (RLF) mit dem Thema Menschenrettung nach Verkehrsunfällen mit Anwendung der „Oslo Methode“ statt.

Die Gruppenübung war nicht wie eine Einsatzübung aufgebaut sondern wurde wie ein Workshop abgehalten. Nach einer kurzen Unterweisung im Lehrsaal hieß das Motto learning by doing.

Link zum Thema "Oslo- Methode"

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Was ist denn diese Oslo-Methode?

Die Oslo Methode ist eine technische Form zur Befreiung von eingeklemmten Fahrzeug-Insassen. Hierbei kommen Ketten zum Einsatz, mit deren Hilfe die verformte Fahrzeug-Karrosserie auseinandergezogen wird. Sie ist eine Variante bei der Unfallrettung.

 

Funktioniert die Oslo-Methode auch bei Lastwagen?

Ja, dieses System ist bei Pkw und bei Lkw einsetzbar. Allerdings erfordert die Rettung von eingeklemmten Lkw-Fahrern mit dieser Taktik eine gesonderte und besonders umfassende Ausbildung. Oslo-Methode: Bei der Unfallrettung werden durch die Feuerwehr Ketten zur Befreiung eingeklemmter Opfer eingesetzt.

 

Wer hat die Oslo-Methode erfunden?

Entwickelt wurde die Methode von einem Paramedic der Feuerwehr Oslo (Norwegen) – so entstand die Bezeichnung “Oslo Methode”. Mitarbeiter der norwegischen “Norsk Luftambulanse” entwickelten sie weiter, mehreren Schweden sorgten für eine weitere Optimierung des Systems.

 

Wo wird die Oslo-Methode überall eingesetzt?

Die Oslo-Methode ist bei Feuerwehren in Skandinavien eine gängige Praxis zur Befreiung von eingeklemmten Unfallopfern nach Verkehrsunfällen. So wird diese Methode zum Beispiel an Feuerwehrschulen in Schweden gelehrt. Auch in Deutschland entdecken Feuerwehren das System (wieder neu) für sich.

Solche Übungen zur Erprobung neuer Rettungstechniken sind sehr Wichtig, da bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person keine Situation gleich ist. Das Resümee dieser Übung ist, dass diese Methode  in gewissen Einsatzsituationen wie z. B. Crashrettungen  (schnellstmögliche Befreiung eines Eingeklemmten) durchaus anwendbar ist. Allerdings sollte diese Methode nur durch geschultes und darauf eingespieltes Personal durchgeführt werden, da durch den Einsatz der Seilwinden enorme Zugkräfte frei entstehen.  Insgesamt nahmen zwanzig Mann an diesem Workshop teil.