Rettungsgasse

     
Rettungsgasse  

Am 6.7.2011 wurde im Parlament einstimmig die Einführung der Rettungsgasse, die mit 1.Jänner 2012 in Kraft tritt, beschlossen. Die Rettungsgasse ist in anderen EU-Nachbarländern bereits längere Zeit fixer Bestandteil der Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Zusätzlich wird damit dem Umstand, dass viele Streckenabschnitte auf Österreichs Autobahnen keinen Pannenstreifen haben, Rechnung getragen.

Bereits seit längerer Zeit wird von den Einsatzorganisationen immer wieder darauf hingewiesen, dass es bei der Versorgung von Unfallopfern zu vermeidbaren Verzögerungen kommt, weil die Richtungsfahrbahn einer Autobahn durch den unfallbedingten Stau blockiert ist und auch oft der Pannenstreifen für die Einsatzfahrzeuge nicht frei befahrbar ist, da er oft für die großen Fahrzeuge der Feuerwehr zu schmal ist oder weil viele Autofahrer versuchen, verbotenerweise auf dem Pannenstreifen an der Kolonne vorbeizufahren.

 

 
   

Fotos: Feuerwehr Pinkafeld

Als Lösung bietet sich das System der Rettungsgasse an, das in Deutschland seit vielen Jahren im Gesetz verankert ist und auch in anderen Ländern erfolgreich praktiziert wird. Dabei müssen die Autofahrer bereits dann, wenn sich ein Stau zu bilden beginnt, zwischen den einzelnen Fahrstreifen einen freien Raum, eben die „Rettungsgasse“, bilden. Diese Gasse schafft für die Einsatzfahrzeuge eine ungehinderte Zufahrtmöglichkeit zum Unfallort.

 
  Rettungsgasse richtig bilden kann Leben retten ! !  
 

Wenn auf der Autobahn das Martinshorn ertönt, wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht, wie man eine richtige Spurgasse für die Einsatzfahrzeuge bildet. So verhält man sich auf zwei- und dreispurigen Autobahnen richtig:

Die Rettungsgasse wird auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren für eine Richtung immer zwischen dem äußerst linken und der nächst folgenden Fahrspur gebildet.

 
 

 
 

Das gilt sowohl für zwei-, drei- als auch für vierspurige Straßen. Sogar innerorts, wenn sich auf entsprechend ausgebauten Hauptverkehrsstraßen auf allen Fahrspuren ein Stau bildet.

Quelle: Landesfeuerwehrverband Steiermark

 
  Das solche Schlagzeilen in Zukunft vermieden werden ! !