Sanitätsausrüstung

   
Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld fährt im Jahr ca. 200- 250 technische Einsätze. Dabei werden die Einsatzkräfte der Feuerwehr immer wieder mit schweren Verletzungen speziell nach schweren Verkehrsunfällen konfrontiert. Aufgrund der geographischen Lagen der Einsatzstellen sind die Helfer der Feuerwehr Pinkafeld oft vor dem Rettungsdienst vor Ort, deshalb befindet sich speziell in den Rüstfahrzeugen eine große Palette an Erste- Hilfeausrüstung. Außerdem befinden sich in den Reihen der Stadtfeuerwehr Pinkafeld mehrere ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter die sich im Ernstfall um die Schwerverletzten kümmern und oft lebensrettende Sofortmaßnahen einleiten.    
    

Defibrillator HEART START HS1

 

 
     

Notfallrucksack  

Der Notfallrucksack ist in unserem SRF (schweres Rüstfahrzeug untergebracht.
Inhalt:
diverses Material zur Blutstillung.
diverses Verbandsmaterial (für Blutungen und auch für Verbrennungen)
eine HWS- Schiene (Halswirbelsäulenschienung)
einige Alurettungsdecken
eine Blutdruckmanschette (für eine schonende Abbindung falls erforderlich)
sowie eine Schere, eine Taschenlampe und diverses Kleinmaterial                                       

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 
         

Notfalltasche

Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld besitzt zwei solcher Notfalltasche, wobei eine im RLF (Rüstlöschfahrzeug) und die zweite im LF (Löschfahrzeug) untergebracht ist.

Inhalt:
diverses Material zur Blutstillung.
diverses Verbandsmaterial (für Blutungen und auch für Verbrennungen)
eine HWS- Schiene (Halswirbelsäulenschienung)
einige Alurettungsdecken
eine Blutdruckmanschette (für eine schonende Abbindung falls erforderlich)
sowie eine Schere, eine Taschenlampe und diverses Kleinmaterial

 
     

HWS- Schiene (Stiffneck)

Als HWS- Schiene bezeichnet man eine Kunststoffmanschette, die die Halswirbelsäule (HWS) immobilisiert. Sie ersetzt die Stützfunktion der HWS und setzt die Bewegungsfreiheit außer Kraft, damit ist mit dem Kopf keine Bewegung mehr möglich. Der Kopf ruht auf der Schienung, diese sitzt auf den Schultern auf.

Als Begriffsmonopol für die HWS- Schiene hot sich die Produktbezeichnung Stiffneck (vom engl. Stiff neck, Genickstarre) der Firma LAERDAL durchgesetzt.

Präklinisch wird allen Patienten mit Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung, besonders bei Verdacht auf eine HWS- Fraktur, eine HWS- Schiene angelegt, beispielsweise nach einem Sturz aus großer Höhe oder nach Verkehrsunfällen.

 
         

 

Beatmungsbeutel  
Der Beatmungsbeutel ist ein Hilfsmittel zu manuellen Beatmung von Patienten mit Atemstillstand oder ineffizienter (nicht ausreichender Atmung).
Der Beatmungsbeutel besteht aus einem Hohlkörper, der zur Beatmung zusammengedrückt werden muss, Ventilen und einem Ansatzstück für die Beatmungsmaske oder einen Tubus. Zu den bekanntesten Herstellern zählt die Firma AMBU, daher auch der Begriff Ambubeutel.
 
         
Sauerstoffgerät  
Ebenfalls zur Beatmung dient das Sauerstoffgerät der Firma DRÄGER, welches im RLF (Rüstlöschfahrzeug) untergebracht ist. 
Es kann sowohl zur vollständigen Beatmung eines Patienten mit reinem Sauerstoff oder zur Sauerstoffgabe durch eine sogenannte Strömungsmaske (Patient atmet selbstständig) genutzt werden. 
Das Gerät beinhaltet eine Sauerstoffflasche 2 Liter 200bar, einen Beatmungsbeutel und einige Strömungsmasken.
 
         

        Tragen

 
Korbtrage  
Eine Schleifkorbtrage dient der sicheren und patientengerechten Rettung von Personen aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden. Der Patient kann in die Trage hinein gelegt werden und wird dann festgegurtet. Am Seitenrand bietet diese Form der Krankentrage viele Ösen für Haltegurte, Sicherungsseile und Haltgriffe zum Tragen. Die Schleifkorbtrage kann eingesetzt werden, um beispielsweise Böschungen zu überwinden. Dies ist mit einer normalen Krankentrage nur schwer möglich. Die Schleifkorbtrage hingegen kann von mehreren Personen getragen und gesichert werden. Außerdem kann an der Trage ein Seilgehänge befestigt werden, damit ist sie für Höhenrettungseinsätze bestens geeignet.  
         

 

Schaufeltrage  
Die Schaufeltrage ist ein Hilfsmittel zur Rettung von verunfallten Personen, bei denen eine mögliche Fraktur der Halswirbelsäule nicht auszuschließen ist.
Sie ist eine flache Trage aus Leichtmetall die der Länge nach geteilt werden kann.
Verwendung:
Zum Aufnehmen („Aufschaufeln“) eines Patienten wird die Schaufeltrage in ihre beiden Teile getrennt und diese vorsichtig von beiden Seiten unter den Patienten geschoben, ohne ihn anheben oder sonst zu bewegen. Dann werden die beiden Hälften wieder mit Verschlüssen fixiert, und der Patient liegt auf einer stabilen Unterlage.
 
         

 

Spineboard  

Das Spineboard oder auch Rettungsbrett genannt, ist ein Hilfsmittel zur Rettung verunfallter Personen, bei denen Verletzungen der Wirbelsäle nicht auszuschließen sind. Das Spineboard kann unter den Patienten geschoben werden oder dieser darauf gehoben werden. Des Weiteren kann der Patient mit mehreren Helfern achsengerecht gedreht werden damit das Spineboard hinter seinem Rücken positioniert werden kann. Danach werden das Spineboard und der Patient wieder in Rückenlage gebracht. Anschließend muss er mit einem Kopffixierset und einem mehrteiligen Gurtsatz beziehungsweise mit einem Patientenfixiersystem fixiert werden und ist zum Transport bereit.

Eine weitere Anwendung ist das schonende Retten aus PKW’s. Nach Entfernen des Autodaches wird das Board zwischen Patienten und Sitz geschoben und der Patient dann mit mehreren Helfern achsengerecht auf das Brett gezogen. Wenn der Patient in ganzer Länge auf dem Board liegt, wird es wieder in die Horizontale gebracht und der Patient kann aus dem Fahrzeug gehoben werden. Auch bieten sich Spineboards auf Grund der zahlreichen Griffmöglichkeiten zur Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände an.

 
         
Mehrzwecktrage  
Drei solcher zusammenlegbaren Mehrzwecktragen sind in der Stadtfeuerwehr Pinkafeld im Einsatz. Sie werden hauptsächlich bei Großunfällen genutzt um schon gerettete Patienten darauf lagern zu können.  
         
Bergetuch  
Bergetücher sind in der Stadtfeuerwehr Pinkafeld in fast jedem Fahrzeug untergebracht. Es ist das Standardrettungsgerät im Atemschutzeinsatz, da es leicht zu transportieren und leicht zu handhaben ist. Im Brandrauch liegende Personen können mit einem Berge oder Rettungstuch schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Da diese Methode nicht Wirbelsäulenschonend ist wird das Bergetuch bei anderen Rettungseinsätzen (Verkehrsunfällen usw.) nicht verwendet.